
Hintergrund
Der Verkehrssektor ist in Nürtingen für ca. ein Drittel des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Veränderung des Mobilitätsverhaltens ist daher ein bedeutender Hebel im Klimaschutz. Aufgrund des hohen Treibhausgasausstoßes des motorisierten Individualverkehrs liegen insbesondere bei der Verkehrsvermeidung, der Verlagerung auf andere Verkehrsmittel und der verträglicheren Abwicklung des Individualverkehrs hohe Potenziale, die es zu heben gilt. Verkehr soll nicht mehr nur bewältigt, sondern, so weit wie möglich, nachhaltig und zielorientiert gestaltet und als Mobilität in der Gesamtheit verstanden werden.
Jedoch kann die Erreichung des notwendigen Wandels nur durch gemeinsame Anstrengung aller am Verkehr Beteiligten und durch ein geändertes Mobilitätsbewusstsein erfolgen. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO₂ vermeiden.
Energie- & Treibhausgasbilanz des Verkehrs
Der Verkehr verursacht in Nürtingen rund 26 Prozent des Endenergieverbrauchs und trägt damit ca. 27 Prozent zu den Treibhausgasmissionen in Nürtingen bei, was ca. 1,7 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Einwohner entspricht. Zunehmende Anteile daran haben besonders leichte Nutzfahrzeuge, vor allem infolge der vermehrten Fahrleistung von Lieferdiensten. Insgesamt ist der Verkehr der Sektor mit dem geringsten Anteil erneuerbarer Energien, da der Anteil der Elektrofahrzeuge immer noch sehr gering ist.
Bereits bestehende und etablierte Maßnahmen:


