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Ecosia als Standartsuchmaschine

Ecosia ist ein Browser bzw. eine Suchmaschine, die sich von klassischen Anbietern dadurch unterscheidet, dass alle erzielten Gewinne in Projekte zur Bekämpfung des Klimawandels fließen, vor allem in die Wiederaufforstung weltweit. Dabei wird öffentlich nachvollziehbar dargestellt, wie die Einnahmen verwendet werden und welchen Beitrag die Nutzerinnen und Nutzer leisten können.

Warum Ecosia klimafreundlich ist

  • Gewinne fließen in Klimaschutz: Ecosia nutzt 100 % seiner Gewinne aus Werbung, um Projekte zu unterstützen, die CO₂-Emissionen mindern – in erster Linie durch das Pflanzen von Bäumen in Biodiversitäts-Hotspots auf mehreren Kontinenten.
  • Große Wirkung: Nutzerinnen und Nutzer von Ecosia haben bereits hundert Millionen Bäume finanziert, die in mehr als 35 Ländern gepflanzt werden.
  • Transparenz: Die Organisation veröffentlicht monatliche Finanzberichte, in denen die Einnahmen und Ausgaben offen gelegt werden.
  • Nachhaltiger Betrieb: Ecosia betreibt seine Server mit erneuerbarer Energie, unter anderem durch Solaranlagen, die mehr Strom erzeugen, als der Betrieb benötigt.
  • ​​​​​​​Datenschutz: Suchanfragen werden verschlüsselt und respektieren die Privatsphäre der Nutzer, was einen Unterschied zu vielen großen Anbietern darstellt.

Ecosia verbindet damit die alltägliche Nutzung des Internets mit einem konkreten Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer selbst Geld direkt spenden müssen.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Ecosia als Standartsuchmachine einrichten.

Online-Shopping

Einkaufen per Klick ist bequem, verursacht jedoch zusätzliche Emissionen durch Produktion, Verpackung und Lieferverkehr. Mit ein paar Grundregeln lässt sich der CO₂-Fußabdruck deutlich senken.

1. Erst prüfen, dann bestellen

  • brauche ich es wirklich – oder reicht leihen, tauschen, reparieren?
  • wenn Kauf: hochwertig und nachhaltig produziert wählen
  • Impuls- & Rabattkäufe vermeiden, vorab informieren
  • Preiswecker statt Spontankauf – länger Nutzen statt kurzzeitiger Schnäppchen

Wichtig: Der größte Klimabeitrag entsteht meist bei der Herstellung, nicht beim Versand.

2. Bestellungen bündeln

  • Sammelbestellungen statt viele Einzelpakete
  • wenn möglich: Lieferung zusammenfassen lassen
  • ​​​​​​​Packstation/Abholstelle verringert Fehlzustellungen und Zusatzfahrten

3. Retouren und Verpackung vermeiden

  • lokale Geschäfte prüfen: oft verfügbar und direkt anprobierbar
  • Größenberater nutzen, um Rücksendungen zu reduzieren
  • ​​​​​​​Option „gebrauchte Kartons“ oder weniger Plastikfüllmaterial wählen

Gerade bei Kleidung lohnt sich der Kauf vor Ort: anprobieren, Fehlkäufe vermeiden und gleichzeitig den Einzelhandel unterstützen.

4. Nachhaltige Shops bevorzugen

  • Anbieter wählen, die plastikreduziert oder plastikfrei versenden
  • ​​​​​​​statt bei vielen Shops einzeln zu bestellen: ein nachhaltiger Anbieter – weniger Lieferwege, weniger Gebühren
  • Auch in Second-Hand-Läden lassen sich wahre Schätze finden

Smartphone umweltgerecht entsorgen

Smartphones sind klein, enthalten aber viele wertvolle Rohstoffe – zugleich stecken auch umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe in ihnen. Deshalb ist es wichtig, alte Geräte nicht einfach liegen zu lassen oder falsch zu entsorgen.

Warum alte Handys ein Umweltproblem sind

Smartphones werden häufig schon nach wenigen Jahren ersetzt, etwa wegen begrenztem Speicher, technischer Neuerungen oder besserer Kameras. In Deutschland werden dadurch jährlich rund 21,9 Millionen neue Smartphones gekauft. Gleichzeitig lagern schätzungsweise 206 Millionen ungenutzte Handys in Haushalten.

Diese Geräte enthalten erhebliche Mengen an Rohstoffen: Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe stecken in alten Smartphones unter anderem 2,9 Tonnen Gold, 30 Tonnen Silber und 1.100 Tonnen Kupfer. Werden sie nicht recycelt, gehen diese Ressourcen verloren.

Alte Smartphones richtig entsorgen oder weitergeben

Alte Handys können entweder recycelt oder – wegen der enthaltenen Schadstoffe – zumindest fachgerecht entsorgt werden. Dabei gilt:

  • Vorher alle persönlichen Daten löschen
  • Akku entfernen, sofern möglich

Abgabemöglichkeiten sind unter anderem:

  • Recyclinghöfe oder Depotcontainer der Stadtreinigung für kleine Elektrogeräte
  • Rückgabe beim jeweiligen Mobilfunkanbieter
  • ​​​​​​​Recycling- und Weiterverwertungsaktionen wie handysfürdieumwelt.de

Umweltfreundlichere Smartphones: das Fairphone

Umweltverträgliche Smartphones sind bislang selten. In Deutschland ist bisher nur das Fairphone mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Der Hersteller setzt auf fair gewonnene Materialien und ein modulares Design: Bauteile wie Akku, Display, Kamera oder Lautsprecher lassen sich einzeln austauschen. Das verlängert die Nutzungsdauer erheblich. Nicht mehr genutzte Fairphones werden vom Hersteller zurückgenommen und recycelt.

Das wirksamste Mittel: das Smartphone länger nutzen

Die klimafreundlichste Lösung ist, ein Smartphone möglichst lange zu verwenden. Auch bei herkömmlichen Geräten lassen sich häufig Akkus ersetzen oder Displays reparieren, statt ein neues Handy zu kaufen. Reparaturen bieten sowohl Herstellerwerkstätten als auch lokale Handyshops an, oft zu überschaubaren Kosten. Unterstützung für Selbstreparaturen gibt es beispielsweise in Repair Cafés.​​​​​​​

Zusätzlich bieten Hersteller und Händler generalüberholte, gebrauchte Smartphones mit Garantie an – eine ressourcenschonende und preisgünstige Alternative zum Neukauf.

Reparieren statt wegwerfen

Es ist besser, Sachen zu reparieren, statt wegzuwerfen und neu zu kaufen! Selbst reparieren ist eine gute Lösung, doch dazu fehlt vielen Menschen das Know-how.
Besuchen Sie doch einmal das Repair-Café in Nürtingen. Hier kann unter fachlicher Anleitung und mit dem richtigen Werkzeug so manches kaputte Gerät wieder zum Leben erweckt werden.

Klima-Apps

Nachhaltiger zu leben klingt oft kompliziert – muss es aber nicht sein. Verschiedene Apps unterstützen dabei, Schritt für Schritt klimafreundlichere Entscheidungen zu treffen. Sie liefern Informationen, motivieren mit Challenges und machen Fortschritte sichtbar.

EcoHero – Klimaschutz gemeinsam sichtbar machen

EcoHero funktioniert wie ein soziales Netzwerk für Nachhaltigkeit. Nutzer:innen teilen dort ihre klimafreundlichen Alltagsaktionen, etwa den Arbeitsweg mit dem Fahrrad oder eine pflanzliche Mahlzeit. Die App berechnet, wie viel CO₂ oder Wasser dadurch eingespart wurde. Beiträge können geliked und kommentiert werden – so entsteht Motivation durch Austausch mit Gleichgesinnten.

Earnest – Kleine Herausforderungen mit großer Wirkung

Die App Earnest setzt auf tägliche Aufgaben, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Zu jeder Challenge zeigt die App, welchen positiven Effekt sie auf die Umwelt hat, zum Beispiel eingesparte CO₂-Mengen. Zusätzlich sammelt man Punkte, mit denen Umweltprojekte wie Baumpflanzungen oder das Entfernen von Plastik aus Meeren unterstützt werden können.

LetsAct – Engagement für Nachhaltigkeit und Gesellschaft

LetsAct bringt Menschen mit Organisationen zusammen, die Unterstützung suchen. Der Fokus liegt auf freiwilligem Engagement, darunter viele nachhaltige Projekte – von Kleidertausch-Aktionen bis zu umweltfreundlichen Sportevents. Die App zeigt übersichtlich, wo und wann Hilfe gebraucht wird, und ermöglicht auch Mikrospenden.

Beat3° – Spielerischer Klimaschutz für junge Menschen

Beat3° richtet sich vor allem an Jugendliche und setzt auf Gamification. Klimafreundliche Aufgaben, Rätsel und Wettbewerbe machen Nachhaltigkeit greifbar. Für erfolgreich abgeschlossene Challenges gibt es Punkte, Abzeichen und Ranglistenplätze. Zu besonderen Aktionstagen werden zusätzliche Themen-Challenges angeboten, bei denen auch Preise gewonnen werden können.

Klimakompass – Den eigenen CO₂-Fußabdruck senken

Der Klimakompass von 2zero berechnet den persönlichen CO₂-Ausstoß und schlägt konkrete Maßnahmen zur Reduzierung vor. Nutzer:innen können sich zu Teams zusammenschließen oder an sogenannten Klimathons teilnehmen, an denen auch Städte und Gemeinden beteiligt sind. Die App zeigt fortlaufend, wie sich das eigene Verhalten auf den CO₂-Fußabdruck auswirkt.

Geld nachhaltig anlegen

Geldanlagen sind nicht neutral. Viele klassische Finanzprodukte sind indirekt an Branchen wie Öl, Kohle, Atomenergie oder Rüstung beteiligt. Auch Investitionen in umstrittene Bereiche wie Glücksspiel, Alkohol, Gentechnik oder Pornografie sind verbreitet. Gleichzeitig wächst das Interesse an Geldanlagen, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen.

Welche nachhaltigen Anlagemöglichkeiten gibt es?

Nachhaltiges Investieren kann ganz unterschiedlich aussehen. Möglich sind unter anderem:

  • nachhaltige Aktien- und Rentenfonds
  • Riester-Produkte mit ökologischer Ausrichtung
  • ökologische Lebens- oder Direktversicherungen
  • Fondssparpläne und Anleihen mit sozial-ökologischen Kriterien
  • Tagesgeldkonten bei Banken, die Nachhaltigkeit fest im Geschäftsmodell verankert haben

Diese Produkte zielen darauf ab, klimafreundliche, sozial verantwortliche Geschäftsmodelle zu fördern.

Vorsicht bei „grünen“ Finanzprodukten

Nicht jedes Angebot, das als „nachhaltig“ oder „grün“ beworben wird, hält diesem Anspruch tatsächlich stand. Deshalb ist es wichtig, sich genau anzusehen, wie Finanzprodukte aufgebaut sind und wohin das Geld fließt. Orientierung bieten unter anderem das Forum Nachhaltige Geldanlagen und der Eco Reporter.

Nachhaltige Banken: Klimaschutz ohne Mehrkosten

Auch das Girokonto kann einen Unterschied machen. Viele herkömmliche Banken investieren Kundengelder in klimaschädliche oder sozial problematische Unternehmen. Nachhaltige Banken verzichten auf solche Investments und finanzieren stattdessen sozial-ökologische Projekte. Kundinnen und Kunden können häufig nachvollziehen oder sogar mitentscheiden, wofür ihr Geld eingesetzt wird. Vergleichsportale wie Geld Bewegt oder der Fair Finance Guide Deutschland helfen bei der Auswahl.

Geldanlage bewusst verstehen

Geld anlegen bedeutet letztlich, Geld zu verleihen. Banken investieren dieses Geld weiter – in konkrete Unternehmen, Projekte oder Wertpapiere. Wer im Alltag Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte daher auch bei der Geldanlage darauf achten, dass sie mit den eigenen ethischen und ökologischen Vorstellungen übereinstimmt. Besonders einfach ist das bei Banken, deren gesamte Geschäftspolitik konsequent nachhaltig ausgerichtet ist.

Digitale Daten bewusst reduzieren

Jede übertragene oder gespeicherte Datei benötigt Energie – sowohl bei der Übertragung als auch in Rechenzentren. Schon kleine Verhaltensänderungen senken den Datenbedarf deutlich:

  • Fotos und Videos vor dem Versenden in der Auflösung verkleinern
  • statt großer Anhänge lieber Download-Links verschicken
  • ungenutzte Accounts löschen
  • Newsletter abbestellen, die nicht gelesen werden

So werden Speicherbedarf und Datenverkehr reduziert – und damit auch der Energieverbrauch von E-Mail- und Social-Media-Diensten.

Niedrige Bildauflösung beim Streaming nutzen

Hohe Videoauflösungen verbrauchen deutlich mehr Daten. Auf kleinen Bildschirmen wie Smartphones oder Tablets ist der Qualitätsunterschied meist kaum sichtbar.
Empfehlung:

  • bei Streamingdiensten und Mediatheken bewusst eine niedrigere Auflösung wählen
  • auch bei Videokonferenzen die Videoqualität reduzieren

Zusätzlicher Effekt: Videos laufen stabiler bei schwächerer Internetverbindung.

Unerwünschte Printwerbung konsequent abbestellen

Papierwerbung verursacht Ressourcenverbrauch bei Druck, Transport und Entsorgung.
Möglichkeiten zur Reduktion:

  • Abbestellung per Telefon oder E-Mail beim Absender
  • Rücksendung von Werbesendungen mit dem Hinweis
  • „Unfrei zurück an Absender – unverlangte Sendung“

So lassen sich Papierabfälle und unnötige Lieferketten vermeiden.

Second Hand als erste Wahl

Kleidung wird häufig nur selten getragen: Rund 40 % der in Deutschland vorhandenen Kleidungsstücke werden kaum oder nie genutzt. Gleichzeitig erfordert die Textilherstellung große Mengen an Wasser, Energie und Rohstoffen.
Second Hand verlängert die Nutzungsdauer und spart diese Ressourcen.

Bewährte Alternativen:

  • Kleidertausch- oder Swap-Partys, z. B. im Rahmen von Initiativen wie Future Fashion
  • Private Weiterverkäufe, etwa über Online-Plattformen wie Vinted oder Mädchenflohmarkt
  • Kleidung mieten für besondere Anlässe, z. B. über Kleiderei oder Dresscoded

So bleibt Mode im Kreislauf – statt im Müll zu landen.

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