Wanderausstellung Klimaflucht: Klimaschutz Nürtingen


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Solaranlagen mit Blick auf Nürtingen. Foto: Anne M. Haasis
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Wanderausstellung Klimaflucht

Hauptbereich

Wanderausstellung KLIMAFLUCHT

Wenn der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört

Die Stadtverwaltung Nürtingen zeigt vom 23. Juli bis 19. September 2024 die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT der Deutschen KlimaStiftung im Nürtinger Rathaus.

  • Wann: 23. Juli bis 19. September
  • Wo: Bürgersaal, Rathaus Nürtingen, Marktstraße 7
  • Besichtigung während der Öffnungszeiten des Rathauses möglich:
    • Mo - Fr: 07:30 - 12 Uhr
    • Di: 14 - 17 Uhr
    • Do: 14 - 18 Uhr
  • Begleitaktion ökologische Fußabdrücke
  • Finissage: 19.09.2024, von 18 - 20 Uhr in der Glashalle Rathaus Nürtingen
    (weitere Informationen folgen)

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Fischer im Mekong-Delta? Welche Sorgen haben die Olivenbauern in Griechenland? Was hat das alles mit internationaler Klimapolitik zu tun? Mit der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragestellungen befasst sich die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT der Deutschen KlimaStiftung.

Die Ausstellung ist vom 23. Juli bis 19. September 2024 im Rathaus Nürtingen zu sehen. Der Besuch ist kostenfrei und ohne Anmeldung während der Öffnungszeiten im Bürgersaal des Rathaus Nürtingen, Marktstraße 7, möglich.

Vierzehn lebensgroße Ausstellungsfiguren, die Menschen aus aller Welt nachempfunden sind, veranschaulichen in Audiobeiträgen, welchen Einfluss der Klimawandel auf ihr Leben hat. Daneben werden Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels und zur Größe des ökologischen Fußabdrucks in den jeweiligen Ländern dargestellt. Besucher können ihren eigenen ökologischen Fußabdruck mit Hilfe eines kurzen Fragebogens ermitteln.

Darüber hinaus erwartet die Besucher eine thematisch abgestimmte Auswahl an Karikaturen des Künstlers Gerhard Mester, dessen Werke sich vor allem mit Politik und Umweltschutz beschäftigen. Seine Zeichnungen sind humorvoll, verblüffend und auch manchmal erschreckend und regen dazu an, über unser individuelles Verhalten und die globalen politischen Zusammenhänge nachzudenken.

Die Ausstellung wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen von der Studentin Ria Papadopoulou entworfen und in Teilen von der Deutschen KlimaStiftung umgesetzt und weiterentwickelt. Sie wird seit 2016 bundesweit verliehen, Nürtingen ist der 50. Ausstellungsort.

Die gemeinnützige Deutsche KlimaStiftung setzt sich seit 2009 für Klimabildung im Dialog ein und bindet die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT aktuell zu Klimagerechtigkeitsthemen ein, beispielsweise in das Projekt KlimaGesichter. Dieses wird durch die Nationale Klimaschutz Initiative gefördert und qualifiziert Menschen mit Migrations- und Fluchtbiografien zu Klimaschutzbotschaftern.

Warum müssen Menschen vor dem Klimawandel fliehen?

Unsere Welt wird immer wärmer: Mit einer Erwärmung um 1,45 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter war das Jahr 2023 das heißeste Jahr, das jemals gemessen wurde. Tendenz steigend. Der Klimawandel zwingt Menschen ihre Heimat zu verlassen, weil zunehmende Dürren, Überschwemmungen und extreme Wetterereignisse ihre Lebensgrundlage zerstören.

Laut einem Bericht des Internal Displacement Monitoring Center (IDMC) waren im Jahr 2023 rund 26,4 Millionen Menschen wegen Naturkatastrophen und klimabedingten Ereignissen auf der Flucht. Zum Vergleich: 20,5 Millionen Menschen wurden durch Konflikte oder Gewalt in ihrem Land vertrieben.

Naturkatastrophen gab es schon immer, aber der Klimawandel verstärkt extreme Wetterereignisse und lässt sie häufiger und intensiver auftreten. Somit beschleunigt der fortschreitende Klimawandel katastrophenbedingte Fluchtursachen. In der zweiten Groundswell-Studie der Weltbank aus dem Jahr 2021 wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2050 bis zu 216 Millionen Menschen aus sechs Weltregionen zu Klimaflüchtlingen werden könnten. António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, warnt, dass der Klimawandel künftig der Hauptgrund für Flucht werden könnte.

Besonders stark betroffen von den Folgen des Klimawandels sind die Länder des globalen Südens, die selbst nur wenig zu den Ursachen des Klimawandels beigetragen haben. Die westlichen Länder tragen daher eine besondere Verantwortung, aktiv Maßnahmen zum Schutz des Klimas zu ergreifen und die globale Zusammenarbeit zu stärken.

Doch auch in den westlichen Ländern sind die Auswirkungen des Klimawandels längst spürbar. Jüngstes Beispiel sind die Überschwemmungen in Süddeutschland Anfang Juni 2024, die auch in Nürtingen aufgetreten sind. Ein weiteres Beispiel ist die verheerende Flut im Ahrtal im Juli 2021.
Eine Studie der "World Weather Attribution"-Initiative konnte belegen, dass der Klimawandel die hohen Niederschläge im Juli 2021 und die daraus resultierenden Überschwemmungen in Westeuropa, darunter auch die Katastrophe im Ahrtal, wahrscheinlicher gemacht hat.

Nur durch gemeinsames und entschlossenes Handeln können die schlimmsten Folgen des Klimawandels abgewendet und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen gesichert werden.

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